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Neuer Betreiber für Bochholter Radstation am Europaplatz

26.10.18
Kategorie: Aktuelles

Geplant sind eine vergrößerte Werkstatt, ein Radverleih und ein automatisches Schließsystem für Dauerparker. Die neue Radstation soll dann von Beschäftigten der Büngern-Technik unterhalten werden.


Die sollen von ausgebildeten Zweiradmechanikern unterstützt und ausgebildet werden. Das Projekt sei Teil von „In-Qua – Integration durch Qualifikation“, berichtet Integrationsassistentin Irmgard Ahlmer. Sie ist bei der Büngern-Technik für die Integration der Beschäftigten in Jobs außerhalb der Behindertenwerkstatt zuständig. „Je höher die Qualifikation, desto einfacher die Integration“, sagt sie. Zwischen sechs und acht Behinderte sollen in der Radstation arbeiten. Dabei teilen sich die Aufgaben in Werkstatt-und Bürotätigkeiten auf, in den Bereichen soll eine Qualifikation ähnlich einer klassischen Ausbildung stattfinden,so Ahlmer. Man habe sich dabei am Ausbildungsrahmenplan für Zweiradmechaniker und Fachkräfte für Bürokommunikation orientiert. Auch mit dem Integrationsamt des Landschaftsverbands
Westfalen-Lippe (LWL) sei man bereits in Gesprächen, um mögliche Fördermöglichkeiten zu besprechen.
Auch für Britta Krause-Fahrland, Geschäftsführerin der KomParking GmbH, die die Radstation an die Caritas
verpachtet, ist die Kooperation ein „spannendes Projekt“. „Wir sind gerne dabei und freuen uns, das gemeinsam zu erarbeiten“, sagt sie.

Für bis zu 150 Fahrräder soll es im nächsten Jahr ein Schließsystem zur ständigen Abholung geben.
Eine solche Zusammenarbeit habe sich andernorts bereits bewährt, sagt Werkstattleiter Hans-Georg Hustede. Man habe sich Radstationen, die in ähnlicher Form betrieben werden, auch schon in Rheine und Dortmund angeschaut. Und auch dort habe man mit elektronischen Schließsystemen gute Erfahrung gemacht, sagt er. Nicht nur für Dauerparker sei das Angebot gedacht, auch für Tagesausflügler oder Marktbesucher könne die Radstation interessant sein. „Das Rad abgeben, auf dem Markt einkaufen und das frisch geputzte Rad hinterher wieder abholen“, so könne Hustede sich das vorstellen. „Wir sind derzeit auch in Gesprächen mit der Stadt und dem Stadtmarketing“, sagt er. Auch über einen Radverleih für Touristen werde derzeit nachgedacht.

Der Betrieb der Radstation mit Werkstatt soll im nächsten Jahr wieder aufgenommen werden. Knapp 150 Räder fasst die Radstation. Der Werkstattplatz sei so, wie er derzeit angelegt sei, zu klein. Darum werden zwei Wände im Gebäudeinneren versetzt, um einen zweiten Platz einrichten zu können. Dafür seien Umbauten und auch Änderungen in der Elektroinstallation notwendig. Außerdem sollen eine Kameraüberwachung und das Schließsystem eingerichtet werden. So sollen Dauerparker in Zukunft ihr Rad rund um die Uhr einstellen und abholen können. Für den gesamten Umbau rechnet Hustede mit Kosten von rund 30.000 Euro. Bevor die Radstation zu Beginn der neuen Radsaison ein Überwachungs und Schließsystem bekommen soll, bleibt sie weiter für alle Radfahrer geöffnet. „Es geht zunächst darum, den
Status quo zu erhalten“, sagt Werkstattleiter Hans-Georg Hustede. Es sei geplant, die Radstation weiter tagsüber für Radparker zu öffnen. Montags bis freitags sei die Station wie gehabt zwischen 6 und 20 Uhr geöffnet, am Samstag sei sie zwischen 8 und 13 Uhr für alle Marktbesucher und Berufspendler
geöffnet.

Dieser Artikel ist am 28. September im Bocholter Borkener Volksblatt erschienen


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