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Zwei Jubiläen – eine große Idee!

24.08.17
Kategorie: Aktuelles

Radstation Duisburg. Quelle. Pia Mülheim


Die Radstationen in Mülheim und Duisburg feiern Geburtstag Die Radstation im Mülheimer Stadtteil Styrum wird in diesem Jahr 20 Jahre alt und ist damit eine der ältesten Radstationen, für Fahrradprofis und Neulinge, überhaupt.   Durch die Paritätische Initiative für Arbeit e.V. (heute PIA Stiftung für integrierte Stadtentwicklung) wurde im Sommer 1997 die erste Radstation in Mülheim eröffnet – die Radstation am Hauptbahnhof Mülheim folgte ein Jahr später. Damals wurde von dem ADFC und der Entwicklungsgesellschaft für Radstationen ein einheitliches Konzept zum Erscheinungsbild und Serviceumfang von Radstationen erarbeitet. Die Radstation in Mülheim war somit eine der ersten, welche nach einheitlichen Standards und nach dem Landesförderprogramm „100 Radstationen für NRW“ errichtet wurde.

 

Radstationen waren in der Vergangenheit immer auch ein Instrument der Beschäftigungsförderung und arbeitsmarktpolitischer Themenfelder. So konnten in 20 Jahren vor Ort zahlreiche Maßnahmen ins Leben gerufen werden, um benachteiligten Personen eine Chance auf Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Dieses Bild hat sich in den vergangenen Jahren geändert. Mit dem Fahrradboom und insbesondere dem E-Bike-Trend sind Radstationen heute wichtiger Bestandteil ressourcenschonender Mobilität und vielerorts wichtiger Baustein im Mobilitätsverbund.

Implementiert in die Räume des Styrumer Bahnhofs wurde 1997 vor allem der großen Nachfrage nach einer fahrradfreundlichen Verkehrslösung nachgekommen. Mit der hohen Anzahl an Pendlern aus allen Himmelsrichtungen erreichte die Radstation so eine Vielzahl an Nutzern. Mit dem geplanten Aus- und Umbau soll demnächst noch ein erweiterter Kundenkreis abgedeckt werden.

Für Mülheim-Styrum war die Eröffnung der Radstation eine echte Bereicherung. Sie war über Jahre hinweg nicht nur Fahrradparkhaus, sondern auch eine Art „Bürgerbegegnungsstätte“. Mit dem damalig eingebundenen Kiosk und den vielen Aufenthaltsmöglichkeiten war dies ein beliebter und auch belebter Ort für einen Großteil der fast 15.000 dort lebenden Menschen.

Umstrukturierung

Nach nunmehr 20 Jahren wird es Zeit, die Radstation Styrum an die Nachfragerealitäten anzupassen. So wird die Radstation von Grund auf saniert und mit neuer Technik ausgestattet. Die Umstellung auf eine vollautomatische Zugangsanlage erlaubt es dem Kunden nun, sein Rad rund um die Uhr einzustellen. Die Bahn- und Radstationskunden können in Zukunft nicht nur Ihre Wartezeit im frisch renovierten Aufenthaltsraum überbrücken, sondern sich auch mit Heiß- bzw. Kaltgetränken und kleinen Snacks für die Weiterfahrt stärken. Der weitere Ausbau der Station dient nicht nur dem Entgegenkommen der ständig wachsenden Anzahl an Radfahrern und Pendlern im Ruhrgebiet, auch durch die neue “Do it yourself“-Werkstatt wird das Angebot der Radstation um eine tolle Idee erweitert. Kunden können nun vor Ort, unter Aufsicht eines ausgebildeten Fahrradmechanikers, der Ihnen hilfreich zur Seite steht, ihr „liebstes Stück“ wieder auf Vordermann bringen.

Radstation am Duisburger Hauptbahnhof

Ebenfalls in diesem Jahr feiert die Radstation in Duisburg ein Jubiläum und zwar ihr 10-Jähriges. Die Radstation hat Mitte Juni 2007 ihren Betrieb direkt am Duisburger Hauptbahnhof aufgenommen und bietet seitdem vielfältige Servicedienstleistungen an.

Aufgrund der großen Verkehrsbewegungen am Duisburger Hauptbahnhof und der hohen Einwohnerzahl war es nicht nur aus Umweltgesichtspunkten sinnvoll, sondern auch verkehrsplanerisch richtig, eine Anlaufstelle für Pendler und Freizeitradler zu realisieren um der anhaltenden Verkehrsbelastung entgegenzuwirken. Radfahrinteressierte finden am Ostausgang des Duisburger Hauptbahnhofs einen geschlossenen Abstellbereich für 450 Fahrräder mit platzsparenden "Doppelparkern". Darüber hinaus wurde als erstes in Duisburg ein elektronisches Zugangssystem mittels Chip-Karte integriert, damit Abonnenten die Radstation betreten und ihre Fahrräder gesichert und trocken abstellen können.

Fazit

Als arbeitsmarktpolitisches Instrument in einer kleinen Nische gestartet, sind Radstationen heute vielerorts fester Bestandteil des Verkehrsverbunds und Anbieter breiter Servicedienstleistungen. Nach Jahren der Konsolidierung profitieren auch Radstationen von einem wachsenden Fahrradmarkt und einer steigenden Nachfrage nach alternativen Mobilitätslösungen. Mit Mietradangeboten können sie so beispielsweise kurzfristige touristische Nachfragen abdecken und stellen so beliebte Kooperationspartner für Stadtmarketinggesellschaften dar.

Die Radstationen in Mülheim waren sinnvolle Projekte der Beschäftigungsförderung und durch behutsame Weiterentwicklungen sind sie Keimzellen vieler weiterer Fahrradprojekte und Mobilitätsdienstleistungen geworden. Durch die Zusammenarbeit mit den Kommunen werden auch weiterhin Veranstaltungen, Angebote und Service-Dienstleistungen rund ums Rad ausgearbeitet, sodass Radstationen auch in Zukunft integraler Bestandteil eines nachhaltigen Verkehrs in unseren Städten sein werden.

Hier geht es zum Kontakt der Radstation Duisburg.

Hier geht es zum Kontakt der Radstation Mülheim.


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